Irgendwo im weiten Blau zwischen Amerika und Australien liegen die Samoa-Inseln und Tokelau – und damit direkt auf der Datumsgrenze. Das hat einige Besonderheiten zur Folge.

Samoa ist politisch geteilt: Die östlichen Inseln gehören zum “US-Außengebiet”, die westlichen sind unabhängig. 1884 wurde die Datumsgrenze festgelegt und auf den 180. Längengrad gelegt. Ist ja mitten im Pazifik, da kann sich niemand dran stören – so die Idee der Weltgemeinschaft damals. Für die Inselgruppen Samoa und Tokelau allerdings begann damit eine verwirrende Zeit. Denn wer die rund 70 Kilometern zwischen den Inseln überbrückte, überbrückte gleichzeitig auch einen ganzen Tag.

30. Dezember entfällt

Für die Inseln ein permanentes Ärgernis, weshalb sich Samoa bereits 2011 zu einem ziemlich drastischen Schritt entschieden hat: Man wollte die Zeitzone wechseln und entschied sich für die westliche, die australische. Und um die Inseln, die einen Tag voraus waren, einen Tag zurückzuwerfen, strich man den 30. Dezember 2011 einfach aus dem Kalender. Damit gehören die Inseln zu denen, die den ersten Sonnenaufgang des neuen Jahres erleben.

Die Umstellung damals hatte allerdings auch wirtschaftliche Gründe. Für die Inseln sind Neuseeland und Australien wichtige Handelspartner. Mit diesen nun nur noch ein paar Stunden Zeitunterschied zu haben, ist für die Geschäfte deutlich einfacher als einen ganzen Tag. Kurios bleibt es aber dennoch: Die östlichen amerikanischen Samoa-Inseln gehören weiter zur alten Zeitzone. Wer also gleich zwei Mal innerhalb von 24 Stunden Silvester feiern will, hat hier die Chance.

Screenshot: Google Maps